Frau niest in ein Taschentuch.
Beschwerden

Schnupfen bei Erkältung: Was steckt dahinter?

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Eine verstopfte oder triefende Nase, häufiges Niesen und ein „dicker Kopf“ – es gibt solche Tage, an denen läuft einfach nichts außer der Nase. Aber was steckt eigentlich genau hinter dem Schnupfen bei einer Erkältung?

Erkältungsschnupfen ist vor allem eins: lästig. Aber woher kommt er? Der akute Schnupfen – auch als Rhinitis bekannt – ist eine Reizung oder Entzündung der Nasenschleimhaut, die die Nasenhöhle auskleidet. Durch die Entzündung bildet die Nasenschleimhaut vermehrt ein dünnflüssiges Sekret, wodurch die Nase zu laufen beginnt.

Unser körpereigener Reinigungsmechanismus 

Unsere Nasenschleimhaut erweist sich als wahre Verteidigungsmeisterin unseres Körpers – sie setzt sich mit Entschlossenheit gegen Viren und Bakterien zu Wehr, die einzudringen versuchen. Wie genau sie das macht? Sie ist mit einer natürlichen Barrierefunktion ausgestattet, die Erreger zurückhält: Eine spezielle von der Schleimhaut produzierte Flüssigkeit spült die eingeatmeten Viren und Bakterien einfach weg und wir schlucken sie unbemerkt herunter.

Bei Erkältungen: Versteckte Wege für Viren

Trockene Heizungsluft oder Klimaanlagen – verschiedene Faktoren können unsere natürliche Barrierefunktion stören. Sobald dieser Mechanismus nicht mehr einwandfrei funktioniert, haben Viren einen leichteren Zugang zu unseren Schleimhäuten. Über 200 Viren sind bekannt, die Schnupfen verursachen können. Im Fall einer Infektion reagiert unser Körper, indem er die Produktion von Nasensekret ankurbelt, was die typischen Symptome von Schnupfen bei Erkältungen auslöst. Wenn zusätzlich die Nasenschleimhaut anschwillt, können die Verbindungskanäle zwischen Nase und Nebenhöhle verstopfen. Dann kann sich die Infektion auch auf die Schleimhäute einer Nasennebenhöhle ausweiten und eine Nasennebenhöhlenentzündung verursachen.

Tipps bei Erkältungsschnupfen

Eine triefende Nase und heftiges Niesen sind nervig, aber eben auch eine sinnvolle Reaktion des Körpers – das produzierte Sekret stößt die Erreger ab und spült sie heraus. Folgende Tipps helfen dabei, sich selbst zu schützen und die Verbreitung von Erregern zu minimieren:

  • Niesreiz nicht unterdrücken
    Lassen Sie es raus: Wenn sich ein Niesanfall ankündigt, ist es am besten in ein Taschentuch zu niesen – oder zur Not auch in die Armbeuge. Das Unterdrücken des Niesens kann unangenehme Folgen haben.

  • Handhygiene beachten
    Erreger verbreiten sich besonders leicht über die Hände. Schützen Sie sich und andere – regelmäßiges Händewaschen ist das A und O.

  • Schonend Nase putzen
    Beim Naseputzen ist es empfehlenswert, eine Nasenhälfte leicht zuzudrücken und den Schleim sanft und mit wenig Druck aus dem anderen Nasenloch zu entfernen.

Schnupfen bei Erkältung - FAQs: Die wichtigsten Fragen im Überblick

Was ist Schnupfen bei Erkältung (Rhinitis) genau?

Schnupfen bei Erkältung – medizinisch Rhinitis – ist eine Reizung bzw. Entzündung der Nasenschleimhaut. Die Schleimhaut schwillt an, produziert vermehrt Sekret und löst Niesreize aus. Typisch sind eine verstopfte oder laufende Nase, häufiges Niesen und ein „dicker Kopf“.

Warum läuft die Nase bei einem grippalen Infekt?

Durch die Entzündung weiten sich die Blutgefäße der Nasenschleimhaut und es wird dünnflüssiges Sekret gebildet. Dieses Sekret spült Erreger aus der Nase, ein sinnvoller Reinigungsmechanismus des Körpers. Das Ergebnis ist jedoch lästig.

Welche Rolle spielt die Nasenschleimhaut in der Abwehr?

Die Nasenschleimhaut ist eine natürliche Barriere gegen Viren und Bakterien. Flimmerhärchen und Schleim transportieren eingeatmete Partikel Richtung Rachen, wo sie unbemerkt geschluckt werden. Funktioniert diese Reinigung gut, haben Erkältungsviren es schwer, sich festzusetzen.

Warum begünstigt trockene Heizungsluft Schnupfen?

Trockene Heizungsluft oder Klimaanlagen lassen die Schleimhäute austrocknen. Dadurch wird die Barrierefunktion geschwächt und Viren gelangen leichter in die Schleimhaut. Eine ausgeglichene Luftfeuchte unterstützt die Selbstreinigung der Nase und kann Symptome abmildern.

Wie viele Erkältungsviren können Schnupfen auslösen?

Es gibt über 200 verschiedene Viren, die einen Erkältungsschnupfen verursachen können. Häufig sind z. B. Rhinoviren beteiligt. Entscheidend ist weniger der Erregertyp als der Zustand der Schleimhäute und des Immunsystems.

Woran erkenne ich, ob sich eine Nasennebenhöhlenentzündung anbahnt?

Wenn die Schleimhaut stark anschwillt, können Verbindungskanäle zwischen Nase und Nebenhöhlen verstopfen. Typische Warnzeichen sind Druckschmerzen im Gesicht, pochende Kopfschmerzen, zäher, verfärbter Schleim und ein verschlechterter Geruchssinn. Dann ist Schonung wichtig und bei anhaltenden Beschwerden ärztlicher Rat sinnvoll.

Wie lange dauert der Schnupfen bei einer Erkältung normalerweise?

Ein akuter Erkältungsschnupfen hält oft einige Tage bis etwa eine Woche an. Der Verlauf ist individuell und hängt von Faktoren wie Schlaf, Flüssigkeitszufuhr, Luftfeuchte und Schonung ab. Unterstützende Maßnahmen können die Zeit mit Symptomen angenehmer machen.

Was hilft schnell gegen eine verstopfte Nase?

Sanftes Inhalieren mit Wasserdampf, ausreichendes Trinken und eine angepasste Raumluftfeuchte können die Schleimhaut befeuchten. Kurze Spaziergänge an der frischen Luft werden häufig als wohltuend empfunden. Vermeiden Sie Rauch und stark parfümierte Luft, da diese die Schleimhäute zusätzlich reizen.

Ist Niesen sinnvoll – und darf ich Niesreiz unterdrücken?

Niesen ist Teil der natürlichen Reinigung und befördert Partikel aus der Nase. Unterdrücken kann unangenehm sein und den Druck im Kopf erhöhen. Niesen Sie in ein Taschentuch oder in die Armbeuge und entsorgen Sie Taschentücher direkt – das reduziert die Verbreitung von Erregern.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

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