Mittelalter Mann und Junge sitzen in der Hocke auf einem Feld in der Natur
Alltagsratgeber

Mückenstiche behandeln: Tipps gegen Juckreiz

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In einer lauen Sommernacht sinken Sie endlich in Ihr gemütliches Bett und schließen die Augen – durch ein leises Summen am Ohr wird Ihnen bewusst: Eine Mücke hat mal wieder den Weg ins Zimmer gefunden. Kaum haben Sie den kleinen Störenfried bemerkt, hat er auch schon zugeschlagen. Jetzt stellt sich die Frage: Was hilft wirklich gegen die unangenehm juckenden Stiche auf der Haut?

Wir alle wissen: Mückenstiche können höllisch jucken – dafür ist das ausgeschüttete Histamin verantwortlich, das unser Immunsystem als allergische Reaktion auf den Stich freisetzt. Die Blutgefäße erweitern sich, der Stich schwillt an und die Haut beginnt zu jucken. Wer einmal mit dem Kratzen anfängt, hört so schnell nicht wieder damit auf. Aber aufgepasst: Das Kratzen kann den Stich entzünden und langanhaltende Narben verursachen.

Mückenstiche im Griff – den lästigen Juckreiz behandeln

Schon wieder gestochen worden? Für Sprays und Mittel zum Schutz vor Mücken ist es jetzt leider zu spät. Die goldene Regel: nicht Kratzen! Welche Tipps zur effektiven Behandlung bei Mückenstichen gegen den Juckreiz helfen können:

  • Mückenstich kühlen: Wickeln Sie einen Eiswürfel in ein weiches Tuch und legen Sie ihn auf den Stich. Alternativ können Sie eine Gel-Kühlkompresse verwenden oder die Einstichstelle unter kaltes fließendes Wasser halten. Die Kälte bewirkt eine Verengung der Blutgefäße und reduziert die Freisetzung von Histamin. Zudem wird die Weiterleitung von Juckreizen durch die Nerven verlangsamt.

  • Mücken-Gel auftragen: Gele sind besonders wirksam, da sie nicht nur den Juckreiz auf der Haut lindern, sondern auch eine angenehme Kühlung bieten. Das Coolakut® Stich & Sun Pflege-Gel kann den Juckreiz bei Mückenstichen lindern. Es eignet sich auch bei Stichen von Bremsen, Bienen, Sandflöhen und Tierflöhen. Die Wirksamkeit des Pflege-Gels lässt sich steigern, indem Sie es im Kühlschrank aufbewahren.

  • Antihistaminikum: Salben, Cremes oder Gels mit Antihistaminika hemmen – wie der Name verrät – die Wirkung von Histamin. Sie reduzieren den Juckreiz auf der betroffenen Hautstelle und sorgen dafür, dass der Mückenstich nicht so stark anschwillt. Antihistaminika in Tablettenform können die allergische Reaktion von innen bremsen.

  • Hausmittel: Halbieren Sie eine Zwiebel oder Zitrone und drücken Sie diese mit der Schnittseite auf den Mückenstich. Der Saft hat eine antibakterielle Wirkung und kühlt die betroffene Stelle – der Juckreiz wird gehemmt und die Hautstelle desinfiziert. Die gleiche Wirkung erzielen Sie auch mit Apfelessig: Dazu einfach unmittelbar nach dem Mückenstich etwas Apfelessig mit einem Wattepad auf die Einstichstelle geben.

Wichtig: Bereits entzündete Mückenstiche nicht mit einfachen Hausmitteln behandeln – das kann die Haut zusätzlich reizen. Suchen Sie in solchen Fällen am besten einen Arzt auf. 

Sind Mückenstiche gefährlich?

In der Regel sind Mückenstiche ungefährlich – starke allergische Reaktionen sind äußerst selten. Dennoch sollten Sie im Ausland, insbesondere in Regionen, in denen Malaria und andere durch Mücken übertragene Krankheiten vorkommen, besonders vorsichtig sein. Genaue Informationen erhalten Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes oder bei Ihrem Arzt oder Apotheker.

Zwei Männer und zwei Frauen sitzen abends auf einer Wiese am Lagerfeuer