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Baby wird auf der Schulter eingecremt
Kinder
Alltagsratgeber

Empfindlich, trocken und schuppig: Hautprobleme bei Babys und Kindern

Lesezeit ca. 6 Min

Zuletzt aktualisiert am

So weich und zart sich die Haut von Babys und Kleinkindern anfühlt, so pflegebedürftig und empfindlich kann sie oft sein. Hautprobleme wie Ausschlag, Wundsein oder trockene und schuppige Haut sind bei den Kleinen keine Seltenheit. Was dann besonders wichtig ist? Die richtige Pflege.

Die Haut von Babys und Kleinkindern ist nicht immer so weich wie ein „Babypopo“. Das ist jedoch kein Grund zur Sorge, denn gerade im Babyalter ist die Haut noch besonders empfindlich. Während bei Erwachsenen vor allem eine gestörte Barrierefunktion der äußeren Hautschicht zu trockener und schuppiger Haut führen kann, kommen bei Babys und Kleinkindern weitere Faktoren dazu.

So kommt es zu Hautproblemen bei Babys und Kindern

Drehen, sitzen, krabbeln – all das sind wichtige Entwicklungsschritte der Kleinsten unter uns. Die Haut von Babys und Kleinkindern befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Im Vergleich zu Erwachsenen ist sie drei- bis fünfmal dünner. Vor allem die Schutzfunktion der Haut ist in diesem Alter noch nicht vollständig ausgereift, da Talg- und Schweißdrüsen ihre Funktion noch nicht im vollen Umfang aufgenommen haben und so der Schutzfilm der Haut noch instabil ist. Die Folge: Babyhaut verliert schneller an Feuchtigkeit, trocknet aus und kann schuppig werden. Aber auch auf Verletzungen und äußere Reize wie häufiges Waschen, trockene Raumluft oder Textilien reagiert die Haut empfindlicher. Daher treten manche Hautausschläge nur oder besonders in dieser Lebensphase auf. Auch der natürliche Sonnenschutz hat sich bei den Kleinsten noch nicht entwickelt, da die Bildung von Melanin – den Farbpigmenten, die uns vor UV-Strahlung schützen – zu Beginn sehr gering ist.

Gerade in den ersten Lebensmonaten sind also Hautprobleme wie auftretende Pickel – auch Babyakne genannt – oder Trockenheit auf Entwicklungs- und Umstellungsprozesse des kindlichen Organismus zurückzuführen. Doch schon im Säuglingsalter können Rötungen und Juckreiz auch ein häufiges Indiz für eine anfällige Haut sein. Dazu kommt, dass manche Kinder bei entsprechender Veranlagung auf Nahrungsmittel oder seelische Erregung mit Hautirritationen reagieren.

Ob die Hautveränderungen Ihres Kindes harmlos und eine vorübergehende Erscheinung sind, ist leider nicht immer eindeutig – bei Zweifeln ist daher der Weg zum Kinderarzt empfehlenswert. Insbesondere wenn zusätzlich Fieber oder geschwollene Lymphknoten auftreten.

So können Sie anfällige Baby- und Kinderhaut schützen

Trockene, empfindliche oder vorgeschädigte Haut braucht Unterstützung. Mit diesen Tipps können Sie die Haut Ihres Kindes optimal pflegen:

Hautpflege

Zu häufiges Baden kann die Haut schnell austrocknen – zwei Bäder pro Woche sind bei Babys völlig ausreichend. Bei Kleinkindern empfiehlt sich eher eine Dusche – maximal einmal pro Tag für zehn Minuten. Dazu heißes Wasser die Haut zusätzlich reizt, ist eine Wassertemperatur von 36-37°C optimal. Danach die Kleinen gründlich abtrocknen und mit einer Creme oder Pflegelotion eincremen.

Pflegeprodukte

Da Kinderhaut empfindlicher auf mögliche Schadstoffe reagiert, lohnt sich ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe der Hautpflege. Geeignet sind vor allem Pflegeprodukte, die auf Farb-, Konservierungs- und Duftstoffe verzichten – und die den physiologischen pH-Wert der Babyhaut von 5,5 einhalten.  

Frische Luft und öfter wickeln

Frische Luft tut auch der Babyhaut gut – insbesondere, wenn diese den ganzen Tag in einer Windel steckt. Dort kann sich nämlich ganz schnell ein feuchtwarmes Klima bilden – der perfekte Nährboden für Bakterien und Pilze. Also am besten die Windel regelmäßig wechseln und Ihr Baby ruhig auch mal „unten ohne“ lassen.

Luftige Kleidung

Zu eng sitzende Kleidung kann durch Scheuern die Haut Ihres Kindes zusätzlich reizen. Glatte und lockersitzende Kleidung aus Naturmaterialien ist daher besser geeignet.

Sonnen- und Kälteschutz

Sonne und Kälte können der Kinderhaut extrem zusetzen. Vor einem Aufenthalt im Freien ist es deshalb besonders sinnvoll, die Kleinen einzucremen. Im Sommer sind Pflegeprodukte mit hohem Wasseranteil geeignet. Vor allem aber ist der Sonnenschutz wichtig: Zum einen durch das mehrmalige und großzügige Auftragen mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, zum anderen durch lockere Kleidung und Hütchen. Im Winter eignen sich Pflegeprodukte mit einem höheren Fettanteil.

Hygine bei Infektion

Falls Ihr Kind mal von einer durch Pilze oder Bakterien verursachten Hautirritation betroffen ist, ist es wichtig, die getragenen Kleidungsstücke jeden Tag zu wechseln und heiß zu waschen – so können Sie eine Neuansteckung vermeiden.

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Hautprobleme bei Babys und Kindern - FAQs: Die wichtigsten Fragen im Überblick

Warum ist die Hautbarriere bei Babys besonders empfindlich?

Die Hautbarriere eines Babys ist noch nicht vollständig ausgereift. Reizstoffe, Krankheitserreger und Allergene können deshalb leichter mit der Haut in Kontakt kommen. Gleichzeitig verliert die Haut schneller Wasser, wodurch trockene und schuppige Stellen entstehen können. Mit zunehmendem Alter entwickelt sich die Schutzfunktion der Haut weiter.

Warum verliert Babyhaut schneller Feuchtigkeit?

Die äußerste Hautschicht kann Feuchtigkeit bei Babys noch nicht so zuverlässig speichern wie bei Erwachsenen. Hinzu kommt, dass die Haut weniger schützende Fette bildet. Dadurch verdunstet Wasser schneller über die Hautoberfläche. Besonders trockene Raumluft, Kälte und häufiges Waschen können diesen Effekt verstärken.

Welche Bedeutung haben Hautfette für die Kinderhaut?

Hautfette sind ein wichtiger Bestandteil des natürlichen Schutzfilms. Sie helfen dabei, Feuchtigkeit in der Haut zu halten und äußere Reize abzuwehren. Bei Babys arbeiten die Talgdrüsen noch nicht in vollem Umfang, sodass dieser Schutzfilm weniger stabil sein kann. Die Haut reagiert deshalb häufiger mit Trockenheit, Schuppen oder Rötungen.

Warum ist das Verhältnis von Hautoberfläche zu Körpergewicht bei Babys relevant?

Babys besitzen im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht eine deutlich größere Hautoberfläche als Erwachsene. Stoffe, die auf die Haut aufgetragen werden, können dadurch im Verhältnis zum Körper stärker ins Gewicht fallen. Deshalb sollten Pflegeprodukte gezielt, sparsam und entsprechend der Altersangabe verwendet werden. Produkte für Erwachsene sind nicht automatisch für empfindliche Babyhaut geeignet.

Können Inhaltsstoffe über die Babyhaut in den Körper gelangen?

Bestimmte Stoffe können grundsätzlich über die Haut aufgenommen werden. Da die Hautbarriere bei Babys noch nicht vollständig entwickelt ist, sollte bei Pflegeprodukten besonders auf eine altersgerechte Zusammensetzung geachtet werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes aufgetragene Produkt automatisch ein gesundheitliches Risiko darstellt. Bei medizinischen Cremes oder Unsicherheiten zur Anwendung ist eine Rücksprache mit der Kinderarztpraxis oder Apotheke sinnvoll.

Warum kann häufiges Waschen die Haut eines Kindes reizen?

Wasser entfernt nicht nur Schmutz, sondern auch einen Teil der schützenden Hautfette. Seifen, Schaumbäder und stark reinigende Produkte können diesen Effekt verstärken. Die Haut kann dadurch trocken werden, spannen oder mit Rötungen reagieren. Besonders bei bereits empfindlicher Haut sollte die Reinigung daher möglichst sanft erfolgen.

Woran erkennt man eine geschwächte Hautbarriere?

Eine beeinträchtigte Hautbarriere kann sich durch raue, trockene oder schuppige Haut bemerkbar machen. Auch Rötungen, Spannungsgefühle und Juckreiz sind möglich. Manche Kinder reagieren zudem empfindlicher auf Kleidung, Schweiß oder Pflegeprodukte. Nässende, entzündete oder wiederkehrende Hautstellen sollten ärztlich untersucht werden.

Warum reagiert Babyhaut empfindlicher auf Reizstoffe?

Die einzelnen Hautschichten sind bei Babys dünner und noch enger miteinander verbunden als bei Erwachsenen. Dadurch können äußere Einflüsse die Haut leichter reizen. Mögliche Auslöser sind beispielsweise Duftstoffe, Speichel, Schweiß, Reibung oder Rückstände von Waschmitteln. Welche Stoffe tatsächlich Beschwerden verursachen, kann jedoch von Kind zu Kind unterschiedlich sein.

Warum ist der natürliche Sonnenschutz bei Kindern geringer?

Die Haut bildet den Farbstoff Melanin, um sich bis zu einem gewissen Grad vor UV-Strahlung zu schützen. Bei Babys und kleinen Kindern ist diese Schutzfunktion noch nicht vollständig entwickelt. Ihre Haut kann deshalb schneller durch Sonnenstrahlung geschädigt werden. Direkte Sonne sollte insbesondere bei Säuglingen möglichst vermieden werden.

Kann Kinderhaut auch im Schatten durch UV-Strahlung belastet werden?

Auch im Schatten trifft ein Teil der UV-Strahlung auf die Haut. Sand, Wasser und helle Oberflächen können Sonnenstrahlen zusätzlich reflektieren. Wolken schützen ebenfalls nicht vollständig vor UV-Strahlung. Schatten sollte deshalb immer mit geeigneter Kleidung und einem altersgerechten Sonnenschutz kombiniert werden.

Warum entstehen Hautreizungen bei Kindern häufig in Hautfalten?

In Hautfalten sammeln sich leichter Feuchtigkeit, Wärme und Schweiß. Gleichzeitig entsteht dort Reibung, etwa am Hals, unter den Armen oder in den Leisten. Diese Kombination kann Rötungen und wunde Stellen begünstigen. Bleiben die Bereiche nässend, riechen auffällig oder zeigen Pusteln, sollte eine mögliche Infektion abgeklärt werden.