Frau liegt gekrümmt mit Verdauungsproblemen und Magenschmerzen auf dem Bett
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Obstipation: Symptome, Ursachen und Tipps bei Verstopfung

Lesezeit ca. 4 Min

Manchmal gerät die Verdauung ins Stocken – die Folge: Verstopfung. Man sitzt auf der Toilette und es will einfach nicht richtig „vorangehen“. Welche Ursachen hinter der sogenannten Obstipation stecken, mit welchen Symptomen sie sich außerdem äußern kann und was gegen Verstopfung hilft.

Mal nicht auf Toilette gehen zu können, heißt nicht gleich, dass Sie von einer Verstopfung betroffen sind. Die Stuhlhäufigkeit ist nämlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Als „normal“ gilt alles in der Spanne zwischen dreimal am Tag bis dreimal die Woche. Sprich: In der Regel wird von einer Obstipation gesprochen, wenn Sie weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang haben.

Symptome einer Verstopfung: Wenn der Stuhlgang zur Herausforderung wird

Tatsächlich ist nicht nur die Häufigkeit des Stuhlgangs dafür entscheidend, ob eine Obstipation vorliegt oder nicht. Denn manchmal muss man bei einer Verstopfung zwar regelmäßig aufs Klo, doch der Toilettengang bereitet große Mühe. Eine Obstipation kann sich durch die folgenden Symptome äußern:

  • Geringere Stuhlfrequenz und -menge wie gewöhnlich

  • Harter und schmerzhafter Stuhlgang, der starkes Pressen erfordert

  • Gefühl der unvollständigen Entleerung

  • Gefühl einer Blockade im Darm

  • Begleitend dazu: Bauchschmerzen , Völlegefühl, Übelkeit, Blähungen

Verstopfung Ursachen: Daran könnte es liegen

Für eine Verstopfung können die verschiedensten Ursachen verantwortlich sein. Häufig liegt es am eigenen Lebensstil – eine Obstipation kann aber auch körperliche Ursachen haben oder im Zusammenhang mit unterschiedlichen Erkrankungen stehen. Die häufigsten Ursachen für eine Verstopfung sind:

Ballaststoffarme Ernährung

Ballaststoffe sind für unsere Verdauung besonders wichtig. Unter anderem binden sie Flüssigkeit im Darm –so wird der Stuhl weicher, das Volumen erhöht sich und die Darmtätigkeit wird angeregt. Wenn es uns jedoch an Ballaststoffen mangelt, kann die Verdauung schon mal ins Stocken kommen.

Zu geringe Flüssigkeitszufuhr

Wenn wir zu wenig trinken, kann der Stuhl hart und trocken werden – und es kommt zu Problemen beim Toilettengang.

Mangelnde Bewegung

Sind wir selbst träge, wird auch unser Darm träge – mangelnde Bewegung kann also auch eine Ursache für Verstopfung sein.


Veränderter Lebensrhythmus

Vielleicht kennen Sie das: Im Urlaub, in stressigen oder neuen Situationen fällt der Toilettengang manchmal schwer.

Ungesunde Stuhlgewohnheiten

Manchmal „drückt“ es in den ungünstigsten Situationen, doch den natürlichen Stuhldrang zu ignorieren, kann zu einer Obstipation führen.

Hormonelle Veränderungen

Egal ob Schwangerschaft, Stillzeit, Wechseljahre oder Menstruation – auch hormonelle Veränderungen gelten als Ursache für Verstopfungen.

Erkrankungen

Auch einige Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom, Diabetes mellitus oder Morbus Crohn haben eine Obstipation zur Folge.

Was hilft gegen eine Verstopfung?

Gerade die Ernährung spielt bei einer Obstipation eine große Rolle und kann für Linderung der Beschwerden sorgen. Darüber hinaus gibt es auch verschiedenste Hausmittel, die bei einer Verstopfung helfen sollen. Um Ihre Verdauung wieder in Schwung zu bringen , können bereits einfachste Maßnahmen helfen. Vor allem eine ballaststoffreiche Ernährung und ausreichendes Trinken sind bei einer Obstipation förderlich. Auch regelmäßige Bewegung, wie ein kleiner Spaziergang oder sportliche Aktivität, ist wichtig, um die Darmtätigkeit wieder anzuregen.

Tatsächlich gibt es auch ein paar „Toilettengang-Tipps “, die Ihnen helfen eine Verstopfung vorzubeugen, aber auch den Stuhlgang erleichtern können. Allen voran das Erhöhen der Beine in Ihrer Sitzposition. Wenn Sie also Stuhldrang verspüren, platzieren Sie auf der Toilette Ihre Beine einfach auf einem Hocker – so wird nämlich der Enddarm begradigt und der Stuhlgang kann besser herausgleiten.

Wann zum Arzt?

Eine gelegentliche Obstipation ist keine Seltenheit. Wenn jedoch starke Schmerzen oder Blutungen beim Stuhlgang auftreten oder die Beschwerden länger anhalten, ist ärztlicher Rat gefragt. Auch wenn Sie öfter von Verstopfung und Problemen beim Stuhlgang betroffen sind, ist ein Arztbesuch sinnvoll.

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Obstipation - FAQs: Die wichtigsten Fragen im Überblick

Wann spricht man von chronischer Obstipation?

Von einer chronischen Obstipation wird gesprochen, wenn typische Beschwerden über einen längeren Zeitraum regelmäßig auftreten. Dazu gehören neben seltenem Stuhlgang auch starkes Pressen, harter Stuhl und das Gefühl einer unvollständigen Entleerung.

Wie lange kann eine Verstopfung dauern?

Eine vorübergehende Verstopfung kann sich nach wenigen Tagen wieder bessern, beispielsweise wenn sich Ernährung, Bewegung oder Tagesablauf normalisieren. Manchmal dauert es jedoch mehrere Wochen, bis Veränderungen der Lebensweise spürbar wirken. Bleibt die Obstipation bestehen oder tritt sie regelmäßig auf, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Was sagt die Form des Stuhls über eine Obstipation aus?

Sehr harter, trockener oder klumpiger Stuhl kann auf eine verlangsamte Darmpassage hinweisen. Zur Einordnung wird häufig die Bristol-Stuhlformen-Skala verwendet, die sieben unterschiedliche Stuhlformen beschreibt. Kleine harte Kügelchen und klumpiger Stuhl gelten dabei als typische Hinweise auf Verstopfung.

Was ist eine funktionelle Verstopfung?

Bei einer funktionellen Verstopfung bestehen Beschwerden, ohne dass eine klar erkennbare organische Erkrankung als Ursache gefunden wird. Möglich ist eine verlangsamte Bewegung des Dickdarms oder Schwierigkeiten bei der Entleerung des Enddarms.

Können Flohsamenschalen bei Verstopfung helfen?

Flohsamenschalen sind lösliche Ballaststoffe, die im Darm Wasser aufnehmen und aufquellen. Dadurch kann das Stuhlvolumen zunehmen und der Stuhl weicher werden. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, da Flohsamenschalen sonst Beschwerden verstärken oder im ungünstigen Fall zu einer Blockade beitragen können.

Warum sollten Ballaststoffe langsam gesteigert werden?

Eine plötzliche starke Erhöhung der Ballaststoffmenge kann Blähungen, Druckgefühl und Bauchschmerzen verursachen. Der Darm benötigt häufig etwas Zeit, um sich an die veränderte Ernährung anzupassen. Daher ist es sinnvoll, ballaststoffreiche Lebensmittel schrittweise einzubauen und die individuelle Verträglichkeit zu beobachten.

Helfen Kaffee oder warme Getränke bei Obstipation?

Kaffee und warme Getränke können bei manchen Menschen den sogenannten gastrokolischen Reflex anregen. Dieser Reflex beschreibt eine verstärkte Darmbewegung nach dem Essen oder Trinken. Die Wirkung ist jedoch individuell und Kaffee ersetzt weder eine ausgewogene Ernährung noch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Warum tritt Verstopfung in der Schwangerschaft häufiger auf?

Während der Schwangerschaft können hormonelle Veränderungen die Bewegung des Darms verlangsamen. Zusätzlich können wachsender Druck im Bauchraum, weniger Bewegung oder die Einnahme von Eisenpräparaten eine Obstipation begünstigen. Bevor Abführmittel eingesetzt werden, sollte die passende Vorgehensweise ärztlich oder in der Apotheke abgestimmt werden.

Welche Folgen kann eine länger anhaltende Obstipation haben?

Starkes Pressen und harter Stuhl können Hämorrhoiden oder kleine schmerzhafte Einrisse am Darmausgang begünstigen. Bei ausgeprägter Verstopfung kann sich außerdem eine größere Menge harten Stuhls im Enddarm ansammeln. Diese sogenannte Kotstauung kann sich überraschenderweise auch durch vorbeilaufenden flüssigen Stuhl bemerkbar machen und sollte ärztlich behandelt werden.